The Stranger Ritual – Eine Halloween-Geschichte

31. Oktober 2016 von | Kategorie(n): Kurzgeschichten

The Stranger Ritual – Eine Halloween-Geschichte

Weder wusste Jack , wer er war, noch an welchem Ort er sich befand, denn dieser war ihm gĂ€nzlich fremd. Nur eines hatte er nicht vergessen: Seinen Auftrag. Er langte in seine Hosentasche, zog ein Bild heraus – er glaubte, es selbst gemacht zu haben – und einen Zettel. Der Zettel war eine Anleitung fĂŒr eines der gefĂ€hrlichsten Rituale. Er wollte nicht, wĂ€re am liebsten davon gelaufen, doch er hatte keine andere Wahl.

Hinweis: Dies ist eine Horrorgeschichte und könnte einige Menschen verstören! Da dies keines Wegs meine Absicht ist, bitte ich dich, nicht weiter zu lesen, sofern du schwache Nerven hast!

Irgendetwas zwang ihn, diese Zeremonie durchzufĂŒhren. Also nahm er den Zettel zur Hand, las die Notizen und musste schlucken. Jack war ein aufgeklĂ€rter Mensch und hielt nichts von ĂŒbernatĂŒrlichen Dingen, dennoch löste dieses StĂŒck Papier Unbehagen in ihm aus. Angeblich könne man Kontakt mit dem Tod aufnehmen und so eine Person töten lassen. Dabei gibt es nur eine Bedingung, der Tod benötigt ein Bild dieser Person, welches man selbst gemacht hat. Jetzt war es offensichtlich, wofĂŒr das Foto in seiner Tasche dienen sollte.

Schließlich raffte Jack sich auf, untersuchte seine Umgebung. Er stand in einem kleinen, leeren Raum. Vor ihm lag die EingangstĂŒr einer Villa. War das der Weg nach draußen? Wenn ja, was machte das fĂŒr einen Sinn? Er ging auf die TĂŒr zu. Sie war nicht verschlossen, so öffnete er diese. Ein fauler Gestank stieg ihm entgegen. Jack musste sich fast ĂŒbergeben. Vor ihm eröffnete sich nun die Eingangshalle einer scheinbar riesigen, alten Villa. Er ging herein. Alles war heruntergekommen und im Allgemeinen wirkte das Haus nicht gerade einladend. Es gab kein Licht, auch keine Kerzen. Er tastete sich langsam vor, bewegte sich an der Wand entlang, um einen anderen Raum zu finden, denn diese Halle war ihm nicht geheuer. Und bewegte sich da etwas in der Ecke? Ein Schatten schien sich Jack zu nĂ€hern – langsam und lautlos. Dann fand Jack eine TĂŒr und riss sie auf, sprang hindurch, schlug die TĂŒr zu. Er horchte. Nichts.

Dieser Raum war erleuchtet durch zwei Kerzen. Die eine war weiß, die andere war schwarz. Dies war die erste Zutat fĂŒr das Ritual. Er griff beide und ging in ein anderes Zimmer, denn dieses hatte nicht mehr zu bieten, als diese Kerzen. Der Raum war sonst völlig leer. Der nĂ€chste Raum stank unglaublich stark. Er schwenkte eine Kerze, um herauszufinden, ob sich in diesem Raum etwas nĂŒtzliches findet. Plötzlich sah er eine Leiche. Sie lag in einer Ecke, war entstellt. Schnell ging er in einen nĂ€chsten Raum. Der Anblick der Leiche hatte ihn verstört.

Vorsichtig und Ă€ngstlich wagte Jack sich in einen weiteren Raum vor. Dieser war mit einem Tisch in der Mitte bestĂŒckt. Auf diesem lag ein StĂŒck Kreide und ein Geschenk. So hatte er alles fĂŒr das Ritual. Außerdem musste es in diesem Raum stattfinden. Darauf bestand eine Botschaft, welche auf einer der vier WĂ€nde stand. Jack bewegte sich unfreiwillig zu einer anderen Wand. Sie wurde beschrieben, wĂ€hrend Jack daneben stand, jedoch war von dem Schreiber keine Spur. Er solle das Ritual jetzt durchfĂŒhren und nicht fliehen, hieß es. Ein leises Rauschen begann. Was das wohl sein mochte? Jedenfalls versuchte Jack zu entkommen. Ohne Erfolg. Die TĂŒr war zwar nicht verschlossen, aber er konnte sie dennoch nicht öffnen, da sie schwer war. Zu schwer, um sie zu öffnen.

Daher beugte er sich dem Befehl. Die beiden Kerzen positionierte er neben der TĂŒr – die eine links, die andere rechts. Dann schrieb er mit der Kreide das Wort „Stranger“ an die TĂŒr. Setzte sich vor diese, aber mit dem RĂŒcken zu ihr. Das Geschenk hatte er vor sich platziert. Das Rauschen hörte auf und es war unglaublich still. So eine Stille hatte Jack noch nie erlebt. Plötzlich klopfte es dreimal an die TĂŒr. Ein Knatschen und Knirschen ertönte. Schritte. Angstschweiß lief ĂŒber sein Gesicht. Jack wollte sich umdrehen, doch er durfte nicht. Er spĂŒrte den Atem von dem, was hinter ihm stand. Er bemerkte, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen war, an dem er das Geschenk ĂŒberreichen sollte. Darauf folgte das Bild. Etwas metallisches wurde lautstark ĂŒber den Boden gezogen, Jack hielt sich die Ohren zu. Dann fiel die TĂŒr ins Schloss.

Es war geschafft. Jack wartete auf seine Befreiung. Stattdessen kam der Tod zurĂŒck, denn eines Stand nicht auf dem Zettel: Die TĂŒr muss nach dem Ritual verriegelt werden.

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