Ein Appell an euer Datenbewusstsein

31. Mai 2018 von | Kategorie: Philosophie
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In der Gegenwart, in der wir alle leben, fallen massenhaft Daten an. Unter diesen Daten befinden sich auch sogenannte „personelle Daten“ und wenn diese ins Internet gelangen – dies passiert stĂ€ndig – kann es fĂŒr uns unangenehm werden, auch wenn wir es nicht merken. Daher möchte ich an euer „Datenbewusstsein“ appellieren.

Unsere digitale Welt produziert Daten ohne Limit, ob wir es wollen oder nicht. Inzwischen kann man sich kaum davor schĂŒtzen im Internet verfolgt zu werden. Unternehmen sammeln unsere Daten und analysieren diese. So wird ein Profil gebildet, welches unsere Persönlichkeit und Interessen widerspiegelt.

Sobald wir Google oder Facebook (o.Ă€.) öffnen, zeichnen diese Firmen unser Verhalten auf. Was wird gesucht ? Auf welchen Seiten verkehrt der Benutzer ? Diese Fragen sind nur einige Beispiele dafĂŒr, was im Hintergrund passiert. Davon bekommt man als Benutzer nichts mit!

Assistenten wie Google Home oder Alexa lernen die Stimmen ihrer Benutzer mit der Zeit kennen. Somit analysieren diese die Stimmen ihrer Nutzer und können deren Laune herausfinden. Außerdem kann ich mir gut vorstellen, dass Alexa (und co.) permanent mithören, um bestimmte Dinge herauszufinden wie z.B. gibt es Tiere in dem Haushalt ? Wenn ja, welche ? Gibt es Kinder ? Wenn ja, wie alt sind diese?

An dieser Stelle kann man sich zurecht fragen: WofĂŒr sammeln die Unternehmen unsere Daten? Die Antwort darauf ist simpel. Menschen werden kategorisiert, damit man diesen „personalisierte Werbung“ zeigen kann. Das ist zunĂ€chst nicht schlimm. Ich sehe mir lieber Werbung an, die auf mich zugeschnitten ist, als zufĂ€llige Anzeigen, die mich nicht interessieren.

Das Problem ist jedoch, dass viele Unternehmen unsere Daten verkaufen. Das sehe ich sehr kritisch, immerhin kann man unsere Persönlichkeit mit den verkauften Daten nachbilden.

Problematisch wird es, wenn Firmen die Daten von den Dinosauriern (Facebook, Google, Amazon usw.) kaufen und damit in unser Leben eingreifen. Wie kann das passieren ? Das geht, indem man Menschen gezielt Inhalte zur VerfĂŒgung stellt oder verschweigt.

Damit ist nicht zu spaßen, wenn es um unsere politische Meinung geht. Ich erklĂ€re es an einem Beispiel: Eine Partei sei pro Waffen eingestellt. Diese möchte möglichst viele Stimmen bei der nĂ€chsten Wahl bekommen. Da die Persönlichkeiten von Menschen in diesem Land oder Wahlkreis quasi zur VerfĂŒgung stehen, kann extrovertierten Charakteren Wahlkampfwerbung gezeigt werden, wo die Waffe auf der Jagd eingesetzt wird und als Symbol der Freiheit gilt. Introvertierten Personen hingegen kann die Waffe als Objekt zur Selbstverteidigung vorgefĂŒhrt werden.

Somit ist personalisierte Werbung sowie das Analysieren von Persönlichkeiten ein riesiges Problem. Gerade wenn es um unsere politische Meinung geht, Wahrheiten verdreht werden und wir nur noch das sehen, was zu uns passt, ist die Demokratie in Gefahr.

Ich möchte das Internet an dieser Stelle gar nicht schlecht reden! Lediglich möchte ich auf die Schattenseiten aufmerksam machen.

Im 19. Jahrhundert kĂ€mpften unsere Vorfahren hart fĂŒr die Demokratie. In den zwanziger Jahren lag die Staatsgewalt erstmalig komplett beim Volk (Weimarer Republik). Dies wĂ€hrte jedoch nicht lang. 1933 schaffte sich die Demokratie selbst ab.

Vielleicht schafft sich die Demokratie ein zweites Mal selbst ab. Noch ist es nicht so weit, aber wir mĂŒssen es im Auge behalten.

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