Ein Appell an euer Datenbewusstsein

In der Gegenwart, in der wir alle leben, fallen massenhaft Daten an. Unter diesen Daten befinden sich auch sogenannte „personelle Daten“ und wenn diese ins Internet gelangen – dies passiert ständig – kann es für uns unangenehm werden, auch wenn wir es nicht merken. Daher möchte ich an euer „Datenbewusstsein“ appellieren.

Unsere digitale Welt produziert Daten ohne Limit, ob wir es wollen oder nicht. Inzwischen kann man sich kaum davor schützen im Internet verfolgt zu werden. Unternehmen sammeln unsere Daten und analysieren diese. So wird ein Profil gebildet, welches unsere Persönlichkeit und Interessen widerspiegelt.

Sobald wir Google oder Facebook (o.ä.) öffnen, zeichnen diese Firmen unser Verhalten auf. Was wird gesucht ? Auf welchen Seiten verkehrt der Benutzer ? Diese Fragen sind nur einige Beispiele dafür, was im Hintergrund passiert. Davon bekommt man als Benutzer nichts mit!

Assistenten wie Google Home oder Alexa lernen die Stimmen ihrer Benutzer mit der Zeit kennen. Somit analysieren diese die Stimmen ihrer Nutzer und können deren Laune herausfinden. Außerdem kann ich mir gut vorstellen, dass Alexa (und co.) permanent mithören, um bestimmte Dinge herauszufinden wie z.B. gibt es Tiere in dem Haushalt ? Wenn ja, welche ? Gibt es Kinder ? Wenn ja, wie alt sind diese?

An dieser Stelle kann man sich zurecht fragen: Wofür sammeln die Unternehmen unsere Daten? Die Antwort darauf ist simpel. Menschen werden kategorisiert, damit man diesen „personalisierte Werbung“ zeigen kann. Das ist zunächst nicht schlimm. Ich sehe mir lieber Werbung an, die auf mich zugeschnitten ist, als zufällige Anzeigen, die mich nicht interessieren.

Das Problem ist jedoch, dass viele Unternehmen unsere Daten verkaufen. Das sehe ich sehr kritisch, immerhin kann man unsere Persönlichkeit mit den verkauften Daten nachbilden.

Problematisch wird es, wenn Firmen die Daten von den Dinosauriern (Facebook, Google, Amazon usw.) kaufen und damit in unser Leben eingreifen. Wie kann das passieren ? Das geht, indem man Menschen gezielt Inhalte zur Verfügung stellt oder verschweigt.

Damit ist nicht zu spaßen, wenn es um unsere politische Meinung geht. Ich erkläre es an einem Beispiel: Eine Partei sei pro Waffen eingestellt. Diese möchte möglichst viele Stimmen bei der nächsten Wahl bekommen. Da die Persönlichkeiten von Menschen in diesem Land oder Wahlkreis quasi zur Verfügung stehen, kann extrovertierten Charakteren Wahlkampfwerbung gezeigt werden, wo die Waffe auf der Jagd eingesetzt wird und als Symbol der Freiheit gilt. Introvertierten Personen hingegen kann die Waffe als Objekt zur Selbstverteidigung vorgeführt werden.

Somit ist personalisierte Werbung sowie das Analysieren von Persönlichkeiten ein riesiges Problem. Gerade wenn es um unsere politische Meinung geht, Wahrheiten verdreht werden und wir nur noch das sehen, was zu uns passt, ist die Demokratie in Gefahr.

Ich möchte das Internet an dieser Stelle gar nicht schlecht reden! Lediglich möchte ich auf die Schattenseiten aufmerksam machen.

Im 19. Jahrhundert kämpften unsere Vorfahren hart für die Demokratie. In den zwanziger Jahren lag die Staatsgewalt erstmalig komplett beim Volk (Weimarer Republik). Dies währte jedoch nicht lang. 1933 schaffte sich die Demokratie selbst ab.

Vielleicht schafft sich die Demokratie ein zweites Mal selbst ab. Noch ist es nicht so weit, aber wir müssen es im Auge behalten.

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von | Kategorie: Philosophie
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